20. bis 22. Etappe

20. bis 22. Etappe

20. Etappe

29.4.2016
44,8 km
Rauf: 510 m
Runter: 760 m
Durchschnittsgeschwindigkeit: 13 km/h

Von Propières nach Noailly

Nach anfänglichem auf und ab, überwog schließlich das bergab fahren und machte diese Etappe zu einer eigentlich nicht besonders anstrengenden. Trotzdem war ich den ganzen Tag ziemlich kaputt. Wahrscheinlich noch Nachwirkungen der sehr bergigen Tour am Tag zuvor.
Am Anfang ging noch durch eine schöne Berglandschaft mit einem wunderschönen Tal. Ich habe mich nicht genau an den Jakobsweg gehalten sonder bin auf den etwas größeren Wegen oder kleinen Straßen geblieben, da diese echt nervig ist, wenn es endlich bergab geht und man nicht einfach rollen lassen kann, weil der Weg zu matschig ist oder riesige Schlaglöcher hat. Mittags bin ich ins Restaurant gegangen, weil ich Lust auf was warmes hatte. Leider war das etwas schwierig, weil ich die Speisekarte kein bisschen verstanden habe. Es gab ein Menü, aber man musste für Vor-, Hauptspeise und Nachtisch jeweils aus 2 bis 3 Alternativen wählen. Ich habe dann einfach zufällig irgendeins genommen, weil mir nichts davon etwas sagte. Am Ende hatte ich Pastete mit etwas Salat zur Vorspeise, ein Würstchen (das seltsam war) und Gnocci mit Tomatensoße zur Hauptspeise und ein super leckeres Gebäck mit Schokolade (sowohl außen rum, als auch als Füllung) zum Nachtisch.
Dann war ich satt und das Fahrradfahren war noch anstrengender. Da es dank der Sonne richtig schön warm geworden war, habe ich mich erstmal auf eine Bank gesetzt und etwas gelesen. Leider war es so ohne Bewegung dann doch ein wenig kühl und ich habe das nicht lange durchgehalten. Sehr weit bin ich dann nicht mehr gefahren. In Noailly habe ich in der Gite Communal geschlafen und war die einzige in einer Unterkunft mit 5 Mann Schlafsaal, Küche und Aufenthaltsraum.


(Wenn man die Karte anklickt kann man die Bilder genauer ansehen)

21. Etappe

30.4.2016
29,9 km
Rauf: 390 m
Runter: 330 m
Durchschnittsgeschwindigkeit: 11 km/h

Von Noailly nach St.-Jean-St.-Maurice-sur-Loire

Es war Regen angesagt und deswegen hatte ich überlegt eine weiter Nacht in Noailly zu bleiben, doch als ich morgens aufgestanden bin, strahlte die Sonne. Also bin ich doch losgefahren und das war ein Fehler. Ich bin nicht all zu weit gekommen, bevor es erst sachte zu nieseln begann, dann immer stärker zu regnen. Ich hab mich dann erstmal ein einem Torbogen untergestellt und meine Wetter-App befragt, die mir schnell bestätigt hat, dass das Wetter nicht mehr besser wird. Also habe ich entschieden nur noch ein kleines Stück weiter zu fahren. Am frühen Mittag bin ich dann in St.-Jean-St.Maurice-sur-Loire angekommen. Hier gibt es eine Pilgerunterkunft im alten Pfarrhaus, deren Schlüssel man in der Touristeninformation bekommt. Leider hatte diese Mittagspause. Ich stand also im strömenden Regen und habe überlegt, wo ich jetzt hinfahre, bis die wieder aufmachen, als die Frau von der Touristeninformation kurz vorbei kam. Sie hat mich dann gleich in die Unterkunft gelassen, obwohl man diese eigentlich erst ab 17 Uhr beziehen darf. Wahrscheinlich hatte sie Mitleid mit mir.

(Blick von St-Jean-St-Maurice-sur-Loire auf die Loire, als es am Nachmittag kurz aufgehört hat zu regnen)

Leider war hier die Heizung kaputt, weshalb man mir angeboten hat, dass man mir noch eine andere Unterkunft sucht, aber da ich mich bereits all mein Zeug zum trocknen aufgehängt hatte und keine Lust hatte, wieder alles zusammen zu packen, habe ich mich entschieden, dort zu bleiben. 
(Schild mit den Entfernungen in der Unterkunft, nur noch 1678km)

In der kleinen Küche habe ich mir dann heißen Tee gekocht und meine Flasche ebenfalls mit kochendem Wasser gefüllt, sodass sie als Wärmflasche dienen kann und mich in meinen Schlafsack zurückgezogen und geschrieben.


(Wenn man die Karte anklickt kann man die Bilder genauer ansehen)

22. Etappe

1.5.2016
56,8 km
Rauf: 600 m
Runter: 560 m
Durchschnittsgeschwindigkeit: 15 km/h

Von St-Jean-St-Maurice-sur-Loire nach Montbrison

Heute hat es nicht mehr geregnet, aber dafür hatte ich das Gefühl, dass es noch kälter war. Außerdem war es sehr windig, aber da will ich mich mal nicht beschweren, weil der Wind nämlich von hinten kam. Heute Morgen ging es ein großes Stück bergauf, dann aber auch sehr viel bergab. Dabei war ich fast die ganze Zeit auf kleinen geteerten und manchmal auch etwas größeren geteerten Straßen unterwegs, sodass ich echt gut voran gekommen bin.

(Die Kühe fanden mich sehr spannend, wie ich mich da den Berg an ihrer Weide entlang hochquäle)

In Montbrison habe ich dann Unterkunft bei einer Frau gefunden, die selbst viel pilgert und deswegen Pilger bei sich aufnimmt.


(Wenn man die Karte anklickt kann man die Bilder genauer ansehen)


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