13. bis 17. Etappe

13. bis 17. Etappe

13. Etappe

22.4.2016
52,1 km
Rauf: 870 m
Runter: 660 m
Durchschnittsgeschwindigkeit: 10 km/h

Von Bourbonne-les-Bains nach Langrès

Diese Etappe war recht ereignislos, sodass ich mich fast nicht mehr daran erinnere. Das Wetter war noch mal richtig gut. Einzig spannender Stelle war eine nicht wirklich für Fahrradfahrer geeignete Brücke, bei der ich ein wenig Angst hatte, dass ich gleich mit Fahrrad im Bach lande.


Zum Etappenziel nach Langrès ging es dann noch mal richtig schön bergauf, sodass schieben angesagt war. Dafür war Langrès dann echt schön und man hatte dort eine tolle Aussicht aufs Land rundum.

Übernachtet habe ich in einer winzigen Pilgerherberge mit nur zwei Betten, dafür aber mit kleiner Küche und das ganze für nur 8€. In Langrès kreuzten sich der Jakobsweg und ein Pilgerweg von Canterbury nach Rom. Der andere Pilger in der Unterkunft war auf diesem unterwegs.

Am Abend hat es dann angefangen zu regnen.


(Wenn man die Karte anklickt kann man die Bilder genauer ansehen)

14. Etappe

23.4.2016
41,8 km
Rauf: 530 m
Runter: 570 m
Durchschnittsgeschwindigkeit: 12 km/h

Von Langrès nach Grancey-Le-Château

Eine Etappe über kleine Sträßchen mitten durch den Wald und über Felder. Der Weg hier war sehr einsam und wäre sicher wunderschön gewesen, wenn das Wetter besser gewesen wäre. Leider hat es die ganze Zeit ziemlich stark geregnet und es war sehr kalt. Deswegen habe ich auch schon um 12 Uhr in Grancey-le-Château entschieden, dass ich genug habe. Mittlerweile war das Wasser nämlich in meinem Pullover bis zu den Ellebogen hochgezogen und ich war komplett durchgefroren. Kurz vor Grancey-le-Château gibt es einen Reiterhof, der von Deutschen betrieben wird. In diesem habe ich das letzte freie Zimmer bekommen und erst mal eine heiße Dusche genommen.
Da es kurz nach meiner Ankunft hier aufgehört hat zu regnen und nur noch grau und neblig war, habe ich mich entschieden die Umgebung noch mal ohne Gepäck zu erkunden und vor Allem einen Laden zu suchen, in dem ich etwas zu essen kaufen konnte.
Grancey-le-Château ist wirklich schön. Leider hatte der einzige Laden über Mittag zu und ich hätte noch über eine Stunde warte müssen, bis er wieder aufmacht. Also habe ich mich bis zum Abendessen mit einem Apfel begnügt.

(Blick auf Grancey-le-Château, leider bei schlechtem Wetter.)


(Kapelle von. Grancey-le-Château-le-Château)

Das hat sich aber gelohnt, denn das Abendessen war echt toll. Mit Vorspeise, Haupmenü, Käse und Nachtisch und alles super lecker. Am Tisch gesessen habe ich mit drei Leuten aus Berlin und Zweien aus der Schweiz. Das heißt ich hatte auch endlich wieder jemanden mit dem ich Deutsch sprechen konnte.

Ach ja, mit dieser Etappe habe ich 1/4 des Weges nach Santiago geschafft.


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15. Etappe

24.4.2016
80 km
Rauf: 1010 m
Runter: 1160 m
Durchschnittsgeschwindigkeit: 12 km/h

Von Grancey-le-Château nach Fixin

Eigentlich hatte ich überlegt einen Tag Pause einzulegen, da es auf dem Reiterhof so schön war und das Wetter noch einen Tag schlecht bleiben sollte. Da ich morgens aber von Sonne geweckt wurde, habe ich mich entschieden doch weiter zu fahren. Und dann habe ich direkt übertrieben und eine 80 km Etappe hingelegt.

Bis Dijon bin ich auf kleinen Landsträßchen gefahren und es ging recht viel bergab, sodass ich super schnell vorwärts gekommen bin. Der Jakobsweg führt am Rand von Dijon vorbei und da ich keine Lust auf Großstadt hatte, bin ich ihm gefolgt. Vor dem See Kir war das ein Fehler, da der Weg hier auf super engen Trampelpfaden, die kaum befahrbar waren, verlief. Um den See hatte man dann das Gefühl richtig in der Stadt zu sein, weil hier echt viel los war. Es gab aber einen super Fahrradweg. Die lange Etappe kommt auch daher, dass ich Dijon hinter mich bringen wollte. Hinter Dijon fing dann der Weinbau an. Hier ging es durch kleine Weindörfer von denen auch mein Etappenziel Fixin eines war. In Fixin sollte es eine billige Pilgerunterkunft geben. Leider war diese über 5 km entfehrnt und zwar bergauf. Im Wald auf dem Weg dahin hat mich dann ein Ehepaar abgefangen, um mir zu sagen, dass ich den Jakobsweg verlassen hatte. Als ich Ihnen verständlich gemacht habe, dass ich eine Unterkunft suche, haben sie mich kurzerhand zu sich eingeladen. Sie führen eine kleine Unterkunft, die für Jakobspilger aber kostenlos ist. Selbst eine Spende wollten sie nicht. So hatte ich eine Unterkunft mit Abendessen, Frühstück und Lunchpacket für umsonst. Außerdem waren die beiden echt nett, wenn auch die Verständigung auf Französisch etwas schwierig war.


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16. Etappe

25.4.2016
47,9 km
Rauf: 400 m
Runter: 460 m
Durchschnittsgeschwindigkeit: 12 km/h

Von Fixin nach Meursault

Diesmal eine etwas kürzere Etappe durch die Weinberge. Erst ging es auf kleinen Landstraßen durch die Weindörfer, dann ab Beaune auf der Véloroute. Das ist ein schmaler geteerter Weg extra für Fahrradfahrer. Heute war es eisig kalt und ich habe trotz Pulli und zwei Jacken sehr gefroren. Deswegen habe ich in Beaune einen Zwischenstopp eingelegt und in einem Café einen Kakao getrunken.


(Basilique Notre-Dame in Beaune.)

In Meursault habe ich in einer Wanderunterkunft mit einem Schlafsaal mit 8 Betten übernachtet. Ich war die einzige im Schlafsaal. Hier gab es auch eine klein Küche, sodass ich entschieden habe mir etwas zu kochen. Der Supermarkt in Meursault hatte leider geschlossen und sonst gab es keinen weiteren. Also habe ich mich in den Nachbardörfern auf die Suche gemacht. In jedem gibt es bestimmt 100 Weingeschäfte, aber keinen einzigen Supermarkt oder anderen Laden. Schließlich bin ich 8km hin und zurück gefahren, um einzukaufen. Dafür habe ich mir dann ein leckeres Curry gekocht.


(Haus mit buntem Dach, wie es sie im Burgund häufig gibt.)


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17. Etappe

26.4.2016
49,8 km
Rauf: 390 m
Runter: 380 m
Durchschnittsgeschwindigkeit: 13 km/h

Von Meursault nach Buxy

In der Nacht hat es geregnet. Heute morgen war es aber nur noch grau und kalt. Außerdem blies heute ein kalter Wind, natürlich meist von vorne. Das Wetter ist echt zu kotzen und es wird wohl noch so bleiben. Zwar soll es jetzt weniger regnen, aber die Temperaturen liegen noch immer zwischen 1°C und 10°C. Die Strecke heute war dafür richtig schön. Es ging fast die ganze Zeit auf einer extra Fahrrad- und Wanderstrecke zuerst an einem Kanal entlang und dann über Felder und durch den Wald. Dabei ging es kaum bergauf und bergab. Trotzdem war ich heute recht kaputt. Vielleicht wegen der langen Strecke vorgestern und dem Gegenwind. Außerdem tut mein eines Kniegelenk etwas weh.
Jetzt habe ich mir mal wieder ein Hotel gegönnt. Leider gab es nur noch die etwas teureren Zimmer. Da ich aber keine Lust hatte noch weiter zu fahren, habe ich mir das gegönnt. Und das Zimmer hat sogar eine Badewanne, sodass ich erstmal ein Bad genommen habe. Jetzt gleich gehe ich raus und suche mir einen schönen Platz um die Reste meines Curry von gestern zu futtern.


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3 thoughts on “13. bis 17. Etappe

  1. Ooh, die Brücke erinnert mich an die Stege über den Matsch Pfaden in Schweden wo man mit dem Rucksack auch schon so ziemlich wackelig unterwegs war:)
    WOW, 1/4 des Weges ist schon geschafft.
    Die Bilder sind echt schön, aber man merkt deutlich, dass das Wetter ungemütlich ist. Bei uns sieht das zurzeit ähnlich aus. Brrr.
    Die Wintersachen sind bereits wieder ausgepackt worden… Ich weiß du hast damit gerechnet das es kalt sein könnte, aber ich glaub nicht mit so einer Kälte.
    Sei vorsichtig mit dem Knie!
    Ich wünsch dir noch eine gute weiterreise und auf dass du noch weiteren netten Leuten begegnest, die dich beim Pilgern unterstützen.
    Buen Camino:)

    1. Ja ich hatte damit gerechnet, dass es kalt werden könnte. Aber eigentlich eher auf dem Stück durch Deutschland. Jetzt bereue ich vor allem keine Handschuhe mitgenommen zu haben. Vor allem die Finger werden nämlich recht schnell kalt.

  2. Ich find das so cool, dass du das jetzt machst, und es macht Spaß, deine Blogeinträge zu lesen und auf diesem Weg ein bisschen mitzureisen. 🙂 Ich wünsch dir weiterhin eine gute Fahrt – und hoffentlich möglichst oft gutes Wetter!

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